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Es war ja schon irgendwie praktisch: Quasi direkt bei mir umme Ecke verkaufte Der Daddy aus einem kleinen schwarzen Anhänger heraus auf dem Parkplatz einer Tankstelle exquisite Burger. Ein kultiger Ort, der sich schnell zu einem Treffpunkt entspannter Menschen entwickelte und richtig authentisches Streetfoodfeeling verströmte. Damit ist nun Schluss. Aber es gibt keinen Grund zum traurig sein. Im ehemaligen Optimum an der Ecke Neustraße/Südallee – in grauer Vorzeit auch einmal rätselhafterweise selbst ernannte Fankneipe für Eintracht, Bayern und Lauternfans -, wurde Der Daddy nun sesshaft und eröffnete seinen eigenen Laden. Das musste probiert werden.

Der Daddy 2

Der erste Eindruck ist direkt einmal positiv. Obwohl der Laden fast voll ist, wirkt er gemütlich und aufgeräumt. Im Zentrum steht die große Theke, hinter der sich die Burgerbratgeräte befinden, so kann man die Produktion der eigenen Burger also hautnah mitverfolgen. Hier wurde ein Hauch von Foodtruck ins Lokal mitgenommen. Die schön gestaltete Karte bietet fünf Burgerspezialitäten. Man hat also die Qual der Wahl, wobei man jeden Burger mit verschiedenen Zutaten oder extra Fleisch feintunen kann. Auch die Getränkekarte macht einen guten Eindruck. Viez von Scherf, lecker Kraftbräu – damit bin ich schon einmal auf der sicheren Seite. Dazu noch einige Weine, die auf der Karte auch ausführlich beschrieben werden. Hat man keinen Bock auf Alk, gibt es wechselnde Limonaden und die üblichen Standardgetränke. Ach ja, Cocktails gibt’s auch, da habe ich mich aber nicht näher mit befasst.

Der Daddy 1Wir waren ja schließlich zum Essen da. Und da erwartete uns der erste Schock: Wo ist der Copkilla, der legendäre Donutburger? Mal sehen, ob die vorhandenen Burger diesen bitteren Verlust vergessen machen konnten! Wir entschieden uns zum einen mit dem O.G. für den Klassiker mit Beef, Cheddar, einer speziellen Soße, Zwiebeln, Salat, Tomate und Gurke. Zum anderen gab es den Good and Proper (natürlich für mich, der Name ist Programm!), belegt mit Beef, Cheddar, Bacon, Spiegelei, Chipotle-Mayo, Salat, Zwiebeln und Gurke. Dazu jeweils die Daddy Pommes, die allerdings irgendwie nicht auf dem Küchenbon und somit auch nicht auf unserem Tisch landeten, was Chef Dennis aber auf kurzem Dienstweg und freundlich löste.

Geschmacklich lassen die Burger keine Wünsche offen. Fluffige, leicht süße Buns, die aber dennoch genügend Halt für das saftige Innenleben bieten. Das Fleisch saftig und schön gebraten, Salat und Gurke knackig, die Soßen würzig und außerordentlich schmackhaft. Da gibt es absolut nichts zu meckern. Für den großen Hunger ist die Standardvariante allerhöchstens einen Tick zu klein geraten, ich denke beim nächsten Mal muss mindestens einmal ein Extra-Pattie Fleisch an den Start. Man merkt den Burgern aber bei jedem Bissen an, dass sich da jemand richtig Gedanken über die Zusammenstellung gemacht hat. Da passt geschmacklich alles perfekt zueinander, und es sieht außerdem auch noch prima aus. Ein Bild gibt es leider nicht, die Gier hat mich schlichtweg übermannt. Auch die Pommes waren trotz einer gewissen Dicke knusprig und sowohl gut gegart als auch gewürzt.

Mit dem Daddy gibt es in Trier somit eine weitere hochwertige und nun fest installierte Alternative für ordentliche Burger. Wie im Burgeramt ist die Bartdichte beim Publikum entsprechend hoch. Die Atmosphäre ist entspannt und man fühlt sich wohl. Beachtet werden müssen die Öffnungszeiten: Den Hunger auf die Daddyburger sollte man tunlichst nur von Mittwoch bis Samstag bekommen. Die Arbeitsabläufe werden sich sicher recht schnell einspielen, und wenn die Dunstabzugshaube mal in den zweiten Gang schaltet, ist alles perfekt. Wird garantiert wieder besucht!

www.facebook.com/derburgerdaddy/

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