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Der erste richtige Frühlingstag war gemeldet, und auch wenn die Vorhersagen nicht so ganz passten, war es an der Zeit, endlich mal wieder den Grill anzuwerfen. Zur Premiere (ja ich weiß, es ist bereits April… Schande über mich) sollte es einen Klassiker geben, nämlich einen Gyrosspieß vom Grill.

Gyros vom Drehspieß

Ob es sich nun um ein Original-Gyros, einen Spieß Gyros-Art oder einen Grilldöner handelt, ist mir ziemlich egal. Das Rezept habe ich nun schon einige Male ausprobiert und es schmeckt vorzüglich. Doch der Reihe nach:

Die Vorbereitung

Das Fleisch sollte man nicht so einfach auf den Spieß stecken, etwas Geduld ist gefragt. Insgesamt 1,5 kg Schweinenacken, etwas dünner geschnitten, sollten mindestens über Nacht in einer ausgefuchsten Würzmarinade ruhen, bei der man seine eigenen Vorlieben voll ausleben kann. Grob orientiere ich mich an dem bewährten Rezept nach Jack the Ribber, das mir vor Urzeiten mal im Grillsportverein begegnet ist und sich seitdem einen geradezu legendären Ruf erarbeitet hat.

Hier die von mir gewählten Zutaten:

  • 3 TL Senfsamen
  • 3 TL gemahlener Koriander
  • 3 TL weißer Pfeffer
  • 3 TL Chiliflocken
  • 2 TL Garam Masala
  • 3 TL Majoran, gerebelt
  • 3 TL Oregano, gerebelt
  • 3 TL Cayennepfeffer
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • Salz
  • Zucker

Die Gewürze werden in einer Schüssel mit 500 g Yoghurt und etwa 100 ml Olivenöl vermischt, dazu werden noch vier Knoblauchzehen gepresst und eine Zwiebel hineingerieben. Das Fleisch wird dann nach und nach in die Marinade gelegt, wobei diese liebevoll in das Fleisch einmassiert wird. Ab in den Kühlschrank und die Vorfreude auf den Duft am nächsten Morgen genießen!

The Heat Is On!

AnzündkaminZur Feier des Tages hab ich mir die neuen Weber Brekkies gegönnt. Der Sack hat einen praktischen wiederverschließbaren Zipper, aber auch das Wesentliche, nämlich die Kohle, hat mich durchaus überzeugt. Wenig Rauchentwicklung beim Entzünden im Kamin, ausreichende Brenndauer bei stabiler Hitze, da gibt es nix zu meckern. Aber ich hab ja auch noch ein paar Profagus-Vorräte. Während die Kohle anheizt, geht es an das Schichten des Spießes, am Anfang und am Ende sorgt eine halbe Metzgerzwiebel für Stabilität. Sobald der Grill auf Temperatur ist (etwa 200° C) kann der Spieß aufgelegt werden und dreht dann für etwa 90 Minuten seine Runden. Dann kann die erste Lage abgesäbelt werden.

Der große Spaß beim Spießgrillen ist, dass man sich immer wieder neue knusprige Stücke absäbeln kann. Hierfür sollte man ein scharfes Messer verwenden, ich bevorzuge allerdings die elektrische Variante.

Keine Grenzen für die Fantasie

Was man mit dem Fleisch dann anstellt, ist der Fantasie jedes Einzelnen überlassen. Mit Fladenbrot und Tzatziki, in gefüllten Teigtaschen oder überbacken, was schmeckt ist erlaubt! Wir haben uns diesmal für Wraps entschieden, zum Fleisch kam Salat, frische Paprika, Guacamole, Tzatziki und schön scharfe Sriracha-Sauce.

Ein paar Eindrücke gibt es hier im Video, ich bitte die teilweise schlechte Bildqualität bei den Food-Fotos zu entschuldigen. Vor lauter Gier habe ich glatt vergessen für eine anständige Beleuchtung zu sorgen…

Musik:

I Know Where You’ve Been (Instrumental) (Forget the Whale) / CC BY-NC 4.0
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