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Immer wieder Brewdog, die Schotten machen mich mit all ihrer Produktivität einfach fertig. Ein faszinierendes Standardsortiment, vielseitige und immer wieder überraschende Sonderkreationen und dann gibt es noch die IPA is Dead genannte Jahresedition.

Brewdog - IPA is Dead

Hierbei geht es um eine Sonderedition für Bierentdecker. Gebraut wird viermal dasselbe IPA, das dann mit jeweils einer speziellen Hopfensorte angereichert wird. Für die fünfte Auflage 2015 ging es einmal um die Welt, denn verwendet wurde Chinook Hopfen aus den USA, Mandarina Bavaria aus Deutschland, Ella aus Australien und Pioneer aus England.

Die Testbedingungen waren dabei nicht unbedingt optimal. Erworben hatte ich das Vierergebinde bereits vor einigen Monaten bei P&M in Bonn, einem der besten und vor allem charmantesten Biershops die ich kenne. Danach gerieten die Biere erst einmal etwas in Vergessenheit, was bei IPAs sicherlich nicht das Mittel der Wahl sein sollte. Das MHD geriet langsam auch in bedrohliche Bereiche und somit war eine Verkostung mehr als überfällig!

Brewdog IPA is Dead 2015Pioneer

Im Vordergrund steht eine kräftige Grapefruit- und Bitternote mit fast schon scharfer Würzigkeit. Ein englischer Hopfen, der etwas sperrig, aber herausfordernd ins Glas kommt.

Ella

Schon in der Nase deutet sich der im Vergleich zum Pioneer deutlich frischere Ton des australischen Hopfens an. Florale Noten dominieren, was sich auch am Gaumen fortsetzt.

Chinook

Der amerikanische Chinook-Hopfen präsentiert sich runder, weicher als seine selbstbewusst die eigenen Stärken herauskehrenden Vorgänger. Weniger Zitrusfrucht, dafür rücken würzige Noten in den Vordergrund. Laut der Brewdog-Bibel soll auch Pinie hervorstechen, aber ehrlich gesagt weiß ich gar nicht genau, ob ich Pinie wirklich erkennen würde…

Mandarina Bavaria

Hier steht jetzt nun wieder die Spritzigkeit im Vordergrund. Die in letzter Zeit bei vielen Craft Beer Brauern beliebte Hopfensorte passt perfekt zum IPA-Charakter, zumindest nach meinem Geschmack.

Fazit

Ein gelungenes Experiment, das deutlich aufgezeigt hat, wie sehr man durch die Auswahl verschiedener Hopfensorten vor allem bei der Kalthopfung den Geschmack eines Bieres verändern kann. Leider habe ich zu spät in einem anderen Blog gelesen, dass man sich einen Rest in den Flaschen belassen solle, um so am Ende einen Blend aus allen vier Sorten herzustellen, das wäre sicher noch einmal ein ganz anderer Eindruck gewesen. So haben mir am Ende Ella und Mandarina Bavaria am Besten gefallen, aber es hat richtig Spaß gemacht, auf Entdeckungsreise zu gehen!

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