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Es war Zeit für etwas Inventur im Keller und die verschiedenen Biere mussten mal wieder sortiert werden. So ergab es sich, dass mir vier Pale Ales in die Hände fielen, die ich einmal miteinander vergleichen wollte. Brewdog, Bierfabrik, Ratsherrn und Braukunstkeller – da konnte wahrlich nichts schiefgehen.

Biertest Pale Ales: Braukunstkeller, Bierfabrik und Ratsherrn (Brewdog nicht im Bild)

Biertest Pale Ales: Braukunstkeller, Bierfabrik und Ratsherrn (Brewdog nicht im Bild)

Ratsherrn Pale Ale

Über die Ratsherrn Brauerei mit ihren hervorragenden Bieren habe ich im Rahmen meines letzten Hamburgbesuchs bereits geschrieben. Schon damals hat mir das Pale Ale ausgezeichnet gemundet. Ein runder, kräftiger Geschmack mit 5,6% Alkohol und 46 Bittereinheiten kommt eher samtig als wie versprochen spritzig daher, eine „blumige Note“ lässt sich aber keinesfalls verleugnen. Schönes Bier, das sogar noch etwas mehr Charakter vertragen könnte.

Schabrackentabier

Bierfabrik Berlin – Schabrackentabier

Schabrackentabier – Bierfabrik Berlin

Ein niedliches Tier, dieser Schabrackentabier. Das Etikett bringt einen gleich zum Schmunzeln, doch das Pale Ale der Berliner Bierfabrik klotzt und kleckert nicht. Sieben (oder acht?) unterschiedliche Malzsorten sorgen für ordentlich Körper und sechs Aromahopfen für die nötige Spritzigkeit. Aber von einer Brauerei, die sogar für den altehrwürdigen Käpt’n Rummelsnuff ein eigenes Bier kreiert hat, kann man ja auch nur Gutes erwarten! Kleiner Tipp für die Trierer (gilt natürlich auch für die Berliner): Beim gerade eröffneten Burgeramt muss man kein Industriebier trinken, da gibt es nämlich auch das Wartebier aus der Bierfabrik!

Braukunskeller Pale Ale

Über allem schwebt für mich das Amarsi, das großartige India Pale Ale aus dem Braukunstkeller. Selten hat mich ein Bier so vom Hocker gehauen. Nun hatte ich also das Pale Ale im Glas und die Erwartungen waren entsprechend hoch. Und die wurden auch nicht enttäuscht. Mit zahmen 5,1% Alkohol aber mit dem vielseitigsten Geschmack dieser Auswahl. Ein Pale Ale, wie ich es mag. Fruchtig mit viel Zitrus in der Nase, prickelnd und frisch. Die Jungs wissen einfach, wie man es macht.

Brewdog Red Ale, Punk IPA & Dead Pony Pale Ale

Brewdog Red Ale, Punk IPA & Dead Pony Pale Ale

Dead Pony Pale Ale – Brewdog

Der Erstversuch war ein Desaster. Schon der Schaum sorgte für ein pfeffriges Prickeln auf der Zunge und der Geschmack war einfach furchtbar. Extrem grasige Noten und ein ganz merkwürdiger metallischer Geschmack sorgten für echte Zweifel: Das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen. Also gab ich dem toten Pony eine zweite Chance und siehe da, die erste Flasche muss tatsächlich fehlerhaft gewesen sein. Hier hatte ich nun ein kompaktes Pale Ale im Glas, das mich von Beginn an überzeugte. Mit nur 3,8 % Alkohol vordergründig leicht, doch mit einem runden, harmonischen Geschmack. Da muss ich dem Kollegen danken, der mich darauf aufmerksam machte, dass es ein paar Brewdog Spezialitäten tatsächlich an der Tankstelle meines Vertrauens gibt und das sogar zu sehr verbraucherfreundlichen Preisen. Und siehe da: Es gibt einen Onlineshop (für Selbstabholer) mit dem umfangreichen Sortiment. Ich werde noch arm…

Fazit

Wie zu erwarten war, lieferten alle vier getesteten Pale Ales eine überdurchschnittliche Qualität ab. Insgesamt hat mir das Bier aus dem Braukunstkeller am Besten geschmeckt, wobei auch die anderen drei Kontrahenten nicht weit entfernt lagen. Gerne hätte ich die Reihe noch um Heidenpeters ergänzt, da ich von deren Pale Ale in Berlin sehr angetan war. Aber das war bestimmt nicht die letzte Testreihe, denn Pale Ales machen mir einfach Spaß!

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