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Es wird langsam schattig draußen und morgens mache ich mir im Bad dann doch schon einmal die Heizung an. Mit den Rolling Stones in Hamburg hatte ich nun auch mein letztes Konzert unter freiem Himmel für dieses Jahr. Doch es gibt keinen Grund für eine gepflegte Herbstdepression, auch wenn der Sommer wettertechnisch eher mäßig war und nun die dunkle Jahreszeit vor der Tür steht. Denn nun kommt die große Zeit der Bierfestivals, und ich werde fleißig unterwegs sein. Wo genau man mich antreffen kann, könnt ihr hier lesen!

Trierer Bierfestival

Kraft Bräu Trier, 13./14. Oktober 2017

Das nun bereits zum vierten Mal stattfindende Bierfestival im Blesius Garten, der Heimat von Kraft Bräu in Trier, ist natürlich ein Heimspiel für mich. Der Blesius Garten ist eine der ganz wenigen Oasen in der Trierer Bierwüste, und es ist schön zu sehen, dass zumindest diese Veranstaltung bei den Neuem gegenüber eher verschlossenen Trierern gut ankommt. Die einladende Location und humane Preise machen es auch Einsteigern leicht, einmal in den Craft Bier Zug einzusteigen. Vielleicht ist danach ja der ein oder andere ebenso gelangweilt von der Bierlandschaft in Trier wie ich und es entsteht eine etwas höhere Nachfrage nach handwerklich gebrauten Bierspezialitäten.

Bierfestival Olewig Sander

Das diesjährige Lineup ist meines Erachtens eine gelungene Mischung. Auf der einen Seite gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie dem Brauhaus Riegele, dem Brauhaus Zils aus der Eifel, der Braumanufaktur Sander, dem Craftwerk, der Vulkan Brauerei oder der Maxbrauerei. Überraschenderweise fehlt Petrusbräu, die zweite Trierer Brauerei gehörte sonst zu den Stammgästen.

Neu am Start sind die Berliner BierbaroneBachs Braumanufaktur, die Inselbrauerei aus Rügen, Frau Gruber Brewing aus Augsburg und Smash Brewing aus Würzburg. Dazu kommen noch einige regionale Händler, die wieder einige sehr interessante Biere am Start haben. Im letzten Jahr sind wir am Stand von Humulus et Fermentum aus Luxemburg schon ordentlich versackt, diesmal ist aber auch der Hopshop aus Trier vor Ort und hat ein paar spannende Biere u.a. von Omnipollo (Leon & Original Rocky Road Ice Cream), Lervig (Lucky Jack Grapefruit) und To Øl (The Haze Craze) im Gepäck. Neu für mich ist der Craftprotz, dessen Plan es ist, in näherer Zukunft eine Craft Beer Bar in Trier zu eröffnen, ein Projekt, das ich natürlich nur unterstützen kann.

Freitag der 13. (Oktober) ist diesmal also kein Tag der Unglück, sondern viele gute Biere verspricht und am Samstag geht es natürlich ungebremst weiter. Kraft Bräu Braumeister Sebastian Nguyen sagt zum diesjährigen Konzept, dass bei gleichbleibender Besucherzahl wie 2016 diesmal mehr Platz zur Verfügung steht, was die Trinkfreude noch einmal deutlich erhöhen dürfte, im letzten Jahr war es zu den Stoßzeiten schon etwas voll. Dazu gibt es wieder das gewohnt hochwertige Essen aus dem Blesius Garten und das Wetter soll ja auch passen, wobei der eigentliche Festivalbereich ja auch überdacht ist. Das wird auf alle Fälle super und ich dürfte an beiden Tagen fast durchgehend vor Ort sein.

Freitag, 13. Oktober ab 16 Uhr und Samstag, 14. Oktober ab 15 Uhr. Eintritt 6 Euro, Biere zumeist für 1 Euro.

Brassigaume

Le Festival International des Micro-Brasseries Authentiques
Marbehan (BE), 21./22. Oktober 2017

Unweit der luxemburgischen Grenze und gut mit dem Zug erreichbar ist das Brassigaume Festival im belgischen Marbehan eine große Wundertüte für mich. Hier präsentieren sich zahlreiche belgische Brauereien, die mir größtenteils bislang unbekannt sind. Aber hey, belgische Biere, wenn es da nicht viel Gutes zu entdecken gibt! Zu attraktiven Preisen (Eintritt frei und Taster für 1,70 €) werde ich dort auf jeden Fall einen Tag vorbeischauen, ich hoffe man kommt trotz fehlender Französischkenntnisse dort mit den Brauern und anderen Bierinteressierten ins Gespräch.

www.brassigaume.be und Facebook

Billie’s Craft Beer Fest

Waagnatie, Antwerpen (BE), 2./3. Dezember 2017

Für mich neu auf der Bierkarte ist die Besetzung des Craft Beer Festivals im Zeichen der Bulldogge der absolute Hammer. Cascade, Verdant, Alvinne, Beavertown, Brewski, Founders, die Liste ist geradezu endlos. Das Bezahlkonzept hier ist „all in“, d.h. man zahlt seinen Eintritt und probiert dann, ohne mit Coins oder Geld zu operieren, was man will. Ich hoffe das führt nicht zu einem heillosen Besäufnis… An Antwerpen habe ich ansonsten nur gute Erinnerungen, immerhin war ich erst vor Kurzem beim Omnipollo Tap-Takeover bei Gollem.

Antwerpen - Grote Markt © Andreas Gniffke

Antwerpen – Grote Markt

Sollte jemand noch Vorschläge und Ideen haben, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen. Und vielleicht sieht man sich ja auf einem der genannten Events auf ein Bier!

Schon vorbei: Borefts Bier Festival

Brouwerij de Molen, Bodegraven (NL), 22./23. September 2017

Hier geht es zum Artikel: Biere von Weltrang im Zeichen der Mühle 

Für mich war das Borefts 2016 im Vorjahr schon ein einschneidendes Erlebnis für meine Biersozialisation. Die gewissenhafte Auswahl der teilnehmenden Brauereien sorgt für eine extrem hohe Qualität, dabei bleibt das Festival aber gemütlich und familiär. Das finale Lineup lässt auch für dieses Jahr Großes erwarten. Stark vertreten ist diesmal Großbritannien, sehr gespannt bin ich auf Cloudwater, Beavertown, Brew by Numbers, Weird Beard und Tempest Brewing. Aus den USA ist mit Hair of the Dog auch ein echtes Schwergewicht am Start.

Beim Arrogant Sour Festival in Italien konnte ich mich schon von der extrem hohen Qualität der Biere von Tommie Sjef aus Den Helder überzeugen, hier habe ich nun die Gelegenheit, mich etwas mehr in der Breite zu informieren, was der junge Brauer zu bieten hat. Und wenn wir schon bei den Niederländern sind, so freue ich mich auch sehr auf das Wiedersehen mit Kees Bubberman von der Brouwerij Kees aus Middelburg, die ich im Winter noch besuchen konnte.

Die legendäre Boreftswurst!

Und dazu gibt es noch die geradezu legendäre Boreftswurst, überhaupt war die Verköstigung im Vorjahr so ausgezeichnet wie die Organisation. Bei de Molen weiß man, was die Bierfreunde brauchen. Und hoffentlich überlebt mein Handy in diesem Jahr das tückische Kopfsteinpflaster in Bodegraven.

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